BEG Durmersheim feiert Inbetriebnahme von zwei neuen PV-Anlagen auf den Dächern der HWK-Betriebsstätten Hagsfeld
Die BürgerEnergieGenossenschaft (BEG) Durmersheim unterhält eine Partnerschaft mit der Sozialwirtschaft in Karlsruhe, die reiche Früchte trägt: Am Freitag, 6. Februar, erfolgte die offizielle Einweihung von zwei großen Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der beiden HWK-Betriebsstätten der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe gGmbH. Es sind die Anlagen Nummer sieben und acht, die die BEG Durmersheim seit 2023 auf Dächern von sozialen Unternehmen in Karlsruhe installiert hat. Zu den Sozialpartnern zählen neben der HWK auch die Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V., die AWO Karlsruhe gGmbH, der Verein für Jugendhilfe Karlsruhe e.V. und die Heimstiftung Karlsruhe hsk.
Alle acht von der BEG im Rahmen ihrer Sozialpartnerschaft installierten Photovoltaik-Kraftwerke erbringen eine Gesamtleistung von 1.150 Kilowatt Peak (kWp) und sparen pro Jahr 620 Tonnen CO2 ein. Der Strom wird größtenteils in den Einrichtungen der Sozialpartner verbraucht, die auf diese Weise bis zu 75 Prozent ihres Bedarfs mit nachhaltiger Sonnenenergie decken und dank der niedrigeren Strompreise der BEG auch von hohen Kosteneinsparungen profitieren. Allein die zwei neuen Anlagen der HWK in Hagsfeld produzieren zusammen 527.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr, könnten rechnerisch 240 Haushalte versorgen und sparen 310 Tonnen CO2 ein. Bei den neuen Anlagen hat die BEG erstmals eine Wand-PV-Anlage integriert. Eine Premiere sind auch die riesigen Batteriespeicher, die erstmals im Außenbereich untergebracht wurden.

Ein Novum bei den Solaranlagen der HWK Betriebsstätten sind die riesigen, im Outdoor-Bereich installierten Batteriespeicher. Foto: BEG Durmersheim/Nora Pallek
Diese Daten und Fakten präsentierte Hartmut Oesten, Vorstandssprecher der BEG Durmersheim, bei einer kleinen Feierstunde, die in der HWK-Betriebsstätte 2, Am Storrenacker 27, gemeinsam mit Vertretern der sozialen Unternehmen und Mitgliedern der BEG stattfand. Auch die Karlsruher Sozialbürgermeisterin Yvette Melchien war gekommen.
Oesten hob die Vorteile der Bürgerenergie hervor. Diese beschleunige die Energiewende und den Klimaschutz, fördere die lokale Wertschöpfung und zeige den Menschen, „dass die Energiewende nicht von oben kommt, sondern von ihnen selbst gestaltet werden kann.“ Bürgerinnen und Bürger, die sich finanziell an den BEG-Projekten beteiligten, erhielten eine attraktive Rendite für ihr Geld.
Mit der Feier wollten alle Teilnehmer auch auf eine gemeinsame Erklärung aufmerksam machen, die die Sozialpartner und die BEG Durmersheim unterschrieben haben. Unter dem Titel „Klimaschutz und soziale Teilhabe gehören zusammen“ betonen die Unterzeichner aus dem Sozialsektor ihre Bereitschaft, Verantwortung für den Klimaschutz zu unternehmen, während sich die BEG Durmersheim zur Abgabe günstigen Solarstroms verpflichtet. „Der Einsatz für nachhaltigen und gleichzeitig finanziell günstigeren Strom ist auch ein Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit“, so die Erklärung.
Bei der Veranstaltung drückten viele Vertreter der Sozialwirtschaft ihre Freude und auch ihren Stolz über die gemeinsamen Erfolge beim Klimaschutz aus und betonten die gute Zusammenarbeit mit der BEG. Michael Auen, Vorstand der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung, der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe und Hauptgeschäftsführer der HWK gGmbH, hob etwa die einfache Umsetzung der Projekte mit der BEG hervor. „Das macht richtig Spaß.“
Sozialbürgermeisterin Melchien zeigte sich beeindruckt von Oestens Präsentation und dankte der BEG für ihren Einsatz, insbesondere den vielen Ehrenamtlichen. Melchien beglückwünschte die sozialen Einrichtungen für den erfolgreichen Weg, der Ökologie und höhere Rentabilität vereine.
Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmer die neue Solaranlage HWK 2, insbesondere die Wand-PV-Module und die in Europa produzierten Stromspeicher. Die tonnenschweren Batterien mussten mit einem Kran an ihren Bestimmungsort gehoben werden.